Klammleitenbachtal und Hansenberg in Königswiesen

Eine Rundtour, bei der wir im ursprünglichen Klammleitenbachtal neben Felsformationen mit etwas Glück auch auf den selten gewordenen Feuersalamander treffen. Entlang des rötlich schimmernden Wasser des Baches gelangen wir, vorbei am mächtigen aufragenden Kanzlstein, zur Reindlmühle. Hier verlassen wir das Tal und steigen durch Kultur- und Waldlandschaft hoch bis zum herrlichen Aussichtsgipfel Hansenberg, bevor wir talwärts zurück nach Königswiesen wandern.

Wir starten in Königswiesen von der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt – mit ihrem sehenswerten spätgotischen Schlingrippengewölbe – und gehen zum oberen Ende des Marktplatzes auf der Ausfahrtsstraße in nordöstliche Richtung.

Markierung Klammleiten-Rundweg (Wegnummer 07). Zwei Mal – über eine Nebenstraße und einen Wiesenhang – schneiden wir die kurvige Ausfahrtsstraße ab, bevor es in der Talsenke über den Klammleitenbach geht und wir die Hauptstraße endgültig nach links über einen Güterweg verlassen.

Dieser bringt uns entlang des Bachlaufs nach Norden, bis wir nach einer Weggabelung, an der wir uns rechts halten, schließlich bei einem Kleinkraftwerk das Ende der Straße erreicht haben.

Über eine Fußgängerbrücke wechseln wir auf die linke Bachseite, wo uns ein Wanderpfad in Serpentinen in den Wald empor führt.

Auf einem Höhenweg oberhalb des Bachlaufs geht es nun talaufwärts. Schließlich erreichen wir eine Weggabelung, an der uns ein Hinweisschild zum wenige Meter links den Hang hoch gelegenen Felsturm der Waldandacht lotst.

Danach geht es ein kurzes Stück weiter das Tal entlang zur Felsformation des Kindlstein und zur Teufelsmühle. Dahinter steigt der Pfad weiter talaufwärts an und wir erreichen bald das Coburg-Bründl, dessen klarer Strahl sich in einen bemoosten Granittrog ergießt.

Immer weiter wandern wir durch das einsame Tal höher, bis wir kurz vor einer weiteren Weggabelung auf die hölzernen Nachbauten des Gfluder treffen, mit denen an die hier früher durchgeführten Holzschwemmen erinnert werden soll.

Bei der Gabelung steigen wir dann kurz nach links hoch zu einem Forstweg, um gleich wieder rechts dem Bachtal auf dessen linker Seite zu folgen. Dazu passieren wir eine kleine Brücke geradeaus nach Norden und gelangen so zu einem besonders idyllischen Bachabschnitt, wo das rötliche Wasser des Klammleitenbaches über mehrere Kaskaden talwärts sprudelt.

Wir steigen über die Felstreppe der Himmelsleiter empor und gelangen so nach rund 1 Std 15 Minuten Gehzeit zum Kanzlstein – einem hohen Felsturm über dem Bachlauf, der über eine Metallleiter erklommen werden kann. Gleich dahinter bieten bei der Herberge, einem überhängenden Felsen, Bänke willkommenen Platz für eine Rast.

Hinter dem Kanzlstein ist es nicht mehr weit bis zur restaurierten Reindlmühle mit ihrem von glitzerndem Wasser bewegten Mühlrad, wo wir den Klammleiten-Rundweg verlassen.

Noch vor der Mühle führt eine Forststraße nach links den Hang hoch und wir folgen dieser in Kehren bis zum Waldrand, wo der Weg in einem Linksbogen durch die Felder auf das Bauernhaus Bindreiter mit seiner Schnapsrast zuläuft.

Hier biegen wir der Markierung folgend nach links in südliche Richtung ab und folgen der Forststraße entlang der rotweißroten Markierung geradeaus in den Wald hinein, bis wir bei der zweiten Forststraßengabelung an einer Lichtung ein Bienenhäuschen und die Ruinen eines verfallenen Gebäudes erreichen. Ab hier halten wir uns für ein kurzes Wegstück an die Pfeile einer Reitwegmarkierung auf Holzpflöcken, die uns an der besagten Gabelung nach rechts führt.

In sanften Kurven wandern wir – eine weitere Forststraße überquerend – westwärts bis zu einer Wiese. Über einen Bach hinweg halten wir uns bei einer nachfolgenden Gabelung den schmalen Pfad entlang nach links und überqueren in einer kleinen Furt neuerlich den Bach.

Immer noch der Reitwegmarkierung nach geht es nun den Wald hoch, bis wir schließlich bei einer weiteren großen Forststraßenkreuzung wieder auf gelbe Hinweisschilder treffen.

Ab nun halten wir uns an die Markierung „Kleine Gipfelkreuzrunde“ (Wegnr 20), die uns nach links entlang des Waldrands hoch zu einem asphaltierten Güterweg bringt. Auf diesem geht es nach rechts weiter den Hang empor, wo bald die Selbstversorgerhütte des Johanneswegs mit Rastbänken und der Möglichkeit zum Kauf von Getränken, Kaffee und kleinen Snacks wartet.

Hinter der Hütte folgen wir dem Güterweg noch ein Stück weiter nach Westen in eine Senke, wo uns die Markierung zum Gipfelkreuz am Waldrand nach links in den Wald hoch leitet. In einem Bogen geht es durch den Wald, bis wir erneut auf einen Wegweiser mit insgesamt vier Wegangaben treffen, der uns nach rechts weiter den Hang hinauf auf ein paar Felstürme zuführt. Diesen Wegweiser sollten wir uns einprägen, da wir später hier zurückkehren werden, um den Abstieg ins Tal in Angriff zu nehmen.

Vorerst steigen wir aber den Hang hoch bis zu einer kleinen Senke und erklimmen dann entlang der Markierungen die letzten steileren Höhenmeter bis zum Gipfel des Hansenbergs (920 m). Oben erwarten uns nach etwas 2 Stunden 15 Minuten Gehzeit neben dem Gipfelkreuz eine wunderschöne Aussicht auf Königswiesen, mehrere Bänke und eine Station des hier verlaufenden Johannesweges.

Sobald wir uns von diesem Plätzchen losreißen können, kehren wir auf dem Anstiegsweg bis zum zuvor erwähnten Wegweiser mit den vier Wegangaben zurück. Hier halten wir uns nach rechts und folgen dem Forstweg talwärts, ab sofort immer entlang der rotweißroten bzw stellenweisen rotweißblauen Markierungen. Zusätzlich können wir uns auch (allerdings immer in umgekehrter Pfeilrichtung) an den gelben Markierungen der Wanderwege 01 und 02 orientieren.

So steigen wir in etlichen Serpentinen, dabei hin und wieder auch andere Forstwege querend, durch den Wald hinunter. Einmal geht es am unteren Rand einer Wiese entlang, dann einen kurzen Gegenhang empor und schließlich macht der Weg bei einer weiteren Wiese einen scharfen Knick nach links zurück in den Wald.

Letztlich erreichen wir eine breite Forststraße, auf der wir nach rechts in südliche Richtung aus dem Wald heraus wieder zu einer asphaltierten Straße gelangen. Diese Straße ist es auch, die uns talwärts durch bebautes Gebiet zur Kirche und damit zum Ausgangspunkt zurück führt, den wir schließlich nach rund 3 Stunden Gesamtgehzeit erreichen.

  • Länge: 10,5 km (ca 3 Stunden Gehzeit)

  • Steigung: 310 hm

  • Weg: Forst- und Wanderwege, Asphalt

  • Anfahrt: Mit dem Pkw über Pregarten, Perg oder Grein nach Königswiesen. Parkmöglichkeit nahe der Kirche im Ortszentrum

  • Einkehr: Zum Kirchenwirt, Wirtshaus Aglas (www.alm1.at), Gasthof Karlinger (www.gasthof-karlinger.at)

  • Sehenswertes: Spätgotische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt und die Burgruine Ruttenstein

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