Hagebutte - Heilpflanze und Vitamin C-Spender

Die Hagebutte (botanisch Rosa canina) zählt zur Pflanzenfamilie der Rosengewächse und wird auch Wildrose, Heckenrose oder Apfelrose genannt.

Der Strauch wächst oft wild auf nährstoffreichen Böden an Weg- und Waldrändern. Für die Tiere in der Natur haben die roten Powerfrüchte als Nahrung im Winter eine große Bedeutung. Für uns Menschen dient die Hagebutte bereits seit dem Mittelalter, medizinisch, wie auch kosmetisch, als Heilpflanze und in der Ernährung als wichtiger Vitamin-C-Spender im Winter.

Ein Esslöffel frisches Hagebuttenmus deckt zum Beispiel den Vitamin C-Bedarf eines Erwachsenen.

Die griechische Mythologie besagt, dass die Liebesgöttin Aphrodite ihre Schönheit der Hagebutte zu verdanken hatte.

Das dornige Rosengewächs wird bis zu 3 Meter hoch und besitzt unpaarig gefiederte Blätter. Die Blütezeit liegt zwischen Juni und Juli. Im Oktober sind die Früchte ausgereift und bereit zum Ernten. Die wilde Rose ist weltweit verbreitet und wird für kosmetische und medizinische Zwecke heutzutage meist aus Chile und Dänemark bezogen.

Ihre Früchte enthalten wertvolle Mineralstoffe, reichlich Vitamin C, Flavonoide, B-Vitamine sowie verschiedene Fruchtsäuren und ätherische Öle. Im Sommer erfreuen uns die wilden Heckenrosen mit ihren rosafarbenen Blüten und im Herbst spenden sie uns mit den leuchtend roten Hagebutten die Früchte, die den ganzen Winter über Farbtupfer im Garten setzen.

Heilkräuter für die Erkältungszeit

Eine der wunderschönsten Jahreszeiten ist wieder da: der bunte Herbst!

Wir sollten, so oft es geht, hinaus gehen, diese herrlichen Farben tief in uns aufnehmen, die letzten warmen Sonnenstrahlen aufsaugen und damit viel Vitamin D für die eher düstere, dunkle Winterzeit tanken.

Diese bunte Vielfalt tut unserer Seele gut! Dunkle Obst- und Gemüsesorten (Zwetschgen, rote Weintrauben, rote Paprika, Brokkoli…) haben ganz viele Wirkstoffe, die unser Immunsystem stärken und sollten wir daher regelmäßig zu uns nehmen.

Noch ist das Wetter relativ mild, doch Regen, Wind und kalte Luft läuten schon bald die Erkältungszeit ein. Einige hat es ja leider schon erwischt.

Es gibt sehr hilfreiche Heilkräuter, die wir uns für diese Zeit nach Hause holen sollten:

Der schwarze Holunder – Sambucus nigra

„Vor dem Holunder zieh den Hut herunter!“, hörte ich als kleines Mädchen immer wieder die ältere Generation sagen. Oder: “Vor dem Hollerbusch, verneige dich!“ Das ließ mich erahnen, wie viel in dieser Pflanze an guten „Kräften“ stecken muss.

Einmal hatte ich ganz starke Ohrenschmerzen, selbst die Tropfen vom Arzt halfen nicht. Da holte meine Mutter ein paar Blätter vom Hollerbusch und band sie mir mit einem Kopftuch auf meine Ohren. Nach ein paar Stunden waren die Schmerzen vollkommen verschwunden.

Der Holunder war in alten Zeiten den Menschen heilig und auch in der germanischen Mythologie sehr geschätzt. Er galt als Sippen- und Lebensbaum und als Sitz des guten Hausgeistes, der Göttin Holda (althochdeutsch „hold“ = heilen) geweiht.

Der „Hollerbusch“ durfte auch keinem Gehöft fehlen, denn dort saß die Göttin und beschützte das Leben der Pflanzen und Tiere.