Die Augenbraue der Venus – die Schafgarbe

In früheren Zeiten wurde die Schafgarbe die Göttin der Schönheit und Liebe genannt und gehört weltweit zu den meist geschätzten Heilpflanzen.

Der Mythologie nach soll der griechische Held und Krieger Achilles, ein Schüler des heilkundigen Zentauren Chiron, mit der Schafgarbe Verwundungen geheilt haben. Offensichtlich wusste man damals schon um die wundheilende und entzündungshemmende Eigenschaften der Schafgarbe - „garwe“ = gesund machen. „Blutstillkraut“, „Zimmermannskraut“ und „Heil aller Schäden“ - viele Namen künden von Achilleas großer Heilkraft, die von dem Militärarzt Dioskurides im 1.Jahrhundert n. Chr. bei Tausenden von Verletzten ebenso genutzt wurde wie später im 2.Weltkrieg. Hildegard von Bingen erwähnte die Schafgarbe ebenfalls zur Wundheilung: „.. sie nimmt der Wunde das Eiter und Geschwürigwerden und heilt sie…“.

Ihr botanischer Name nimmt auf die tausendfach gefiederten feinen Blätter Bezug: Achillea millefolium - „mille“ = tausend, „folium“ = Blatt.

Oxymel – Stärkung des Immunsystems

Oxymel heißt die süßsaure Mischung aus Honig, Apfelessig und heilsamen Kräutern. Bereits in der Antike wurde sie als Naturarznei angewendet. Im Alpenraum wurde der Sauerhonig jahrhundertelang bei Fieber, Mineralstoffmangel und zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt.

Anders als unsere Vorfahren, die mit geringen Kosten wirksame Naturarzneien herstellten, neigen wir heute zum Kauf von Fertigmedikamenten. Diese sind jedoch längst nicht so individuell auf uns zugeschnitten, wie ein selbst hergestellter Oxymel. Der Sauerhonig wird schon bei der Zubereitung auf das jeweilige Beschwerdebild abgestimmt, damit sich die gewünschte Wirkung zielgerichtet entfalten kann.

Lippenbalsam - selbstgemacht - für die kalte Jahreszeit

Unsere Lippen zählen zu den äußeren Schleimhäuten und sind somit besonders empfindlich. Im Gegensatz zur normalen Haut besitzen sie nämlich keine Talgdrüsen und keinen Fett-Wasser-Film. Dadurch werden sie vor äußeren Einflüssen schlechter geschützt.

Auch im Winter sollten wir unsere Lippen regelmäßig pflegen. Tun wir das nicht, werden sie rissig, rau und spröde, Krankheitskeime können besser eindringen. Dies liegt daran, dass die Lippen im Winter besonders starken Temperaturschwankungen ausgesetzt sind. Während es draußen meist frostig kalt ist, herrscht drinnen warme, dafür aber trockene Heizungsluft vor.

Um unsere Lippen zu schützen, werden im Handel unzählige Lippenpflegeprudukte angeboten. In letzter Zeit wurde aber immer wieder gewarnt, diese zu verwenden.

Alle getesteten Produkte enthielten aromatische (MOAH) und gesättigte (MOSH) Kohlenwasserstoffe aus Mineralöl. MOAH stehen in Verdacht krebserregend und erbgutverändernd zu sein. MOSH können sich in Organen ablagern. Beide Inhaltsstoffe wurden in Drogerie- und sogar Apothekenprodukten gefunden.

Dabei ist es ganz einfach und kostengünstig, einen Lippenbalsam selber herzustellen.

Hier das Rezept: